Kommunale Wärmeplanung

Die kommunale Wärmeplanung kann für die Entscheidung über deine nächste Heizung wichtig sein. Sie zeigt, wie Städte und Gemeinden ihre Wärmeversorgung langfristig entwickeln wollen – zum Beispiel mit Wärmenetzen oder dezentralen Heizlösungen auf Basis erneuerbarer Energien. Ob und wann diese tatsächlich umgesetzt werden, hängt von vielen Faktoren ab und kann Jahre dauern. Wenn deine Heizung ersetzt werden muss, ist eine Wärmepumpe deshalb trotzdem meist schon heute eine zukunftssichere und unabhängige Lösung.

Das Wichtigste in Kürze

  •  Frage bei deiner Kommune nach, ob und wann Fernwärme für dein Wohngebiet geplant ist. Ein Wärmeplan garantiert noch keinen Anschluss.
  • Prüfe, ob Fernwärme für dein Gebäude realistisch ist. Fernwärme findet sich meist bei Gebäuden ab sechs Wohneinheiten; Einfamilienhäuser sind eher die Ausnahme.
  • Warte mit deinem Heizungstausch nicht auf die kommunale Wärmeplanung. Eine Wärmepumpe kannst du unabhängig davon einbauen.

Muss ich auf die kommunale Wärmeplanung warten?

Nein, du musst nicht auf die kommunale Wärmeplanung warten. Das Wärmeplanungsgesetz betrifft zunächst vor allem die Kommunen. Sie treffen gemeinsam mit Betreibern strategische Entscheidungen zur lokalen Wärmeplanung. Dafür prüfen sie zum Beispiel, wo sich ein Fernwärme- oder Wasserstoffnetz konkret lohnt und wo dezentrale Lösungen besser geeignet sind. Meist kannst du – unabhängig davon – schon jetzt aktiv werden und deine Heizung modernisieren. Mit einer Wärmepumpe heizt du gesetzeskonform und machst dich unabhängiger von steigenden Öl- und Gaspreisen.

Luftbild von einer Wohnsiedlung
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Wo ist Fernwärme zu erwarten?

Fernwärme ist vor allem in dicht besiedelten Gebieten und in der Nähe industrieller Betriebe zu erwarten. Ob und wann Fernwärme zu dir kommt, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab.
Lebst du in einem dicht besiedelten Gebiet oder in der Nähe von industrieller Abwärme, ist die Chance größer, dass du in den nächsten Jahrzehnten an Fernwärme angeschlossen wirst. In ländlichen Regionen oder weit entfernt von industrieller Abwärme ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer.
In der Regel findet man Fernwärmeanschlüsse eher bei Gebäuden ab sechs Wohneinheiten. Einfamilienhäuser sind meist die Ausnahme. Außerdem muss ein regionaler Fernwärmeanbieter in der Nähe sein – typischerweise nicht weiter als 30 Kilometer entfernt.

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Was kann ich jetzt tun?

Falls du glaubst, dass Fernwärme für dein Haus eine Option ist, erkundige dich rechtzeitig bei deiner Gemeinde, ob es bereits einen Wärmeplan gibt, bis wann Fernwärme für dein Wohngebiet geplant ist und wie realistisch die Umsetzung ist. Besonders wenn du in einer wenig besiedelten Gegend wohnst, ist die Wärmepumpe für dich in jedem Fall die richtige Wahl. Mit ihr kannst du schon heute klimafreundlich heizen und von der aktuellen Förderung profitieren. Selbst wenn dein Haus später doch an das Fernwärmenetz angeschlossen wird, kannst du deine Wärmepumpe weiter nutzen, denn die Investition in eine Wärmepumpe ist wegen ihrer Klimafreundlichkeit besonders geschützt.

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